• www.zahnimplantate-kassel.eu
  • Implantologie, Implantate
  • Implantatwerkstoffe
  • Implantatwerkstoffe

    Bei den Implantatwerkstoffen unterscheidet man zwischen biologischen und nichtbiologischen Substanzen.

    Die biologischen Substanzen gliedern sich wiederum in autologe, homologe und heterologe Materialien.

    Wird Gewebe aus dem eigenen Körper eingepflanzt oder verpflanzt, wie zum Beispiel implantierte Eigenzähne, Knochen oder Bindegewebe, spricht man von autologen Materialien, d.h. Spender und Empfänger sind identisch.

    Wird Gewebe aus dem Körper eines anderen Menschen verpflanzt, wie zum Beispiel Knochen oder Knorpel, handelt es sich um homologe Materialien, d.h. Spender und Empfänger sind nicht identisch. Das Risiko einer Abstoßungsreaktion ist bei der Verwendung homologer Materialien natürlich wesentlich größer. Außerdem lässt sich die Gefahr der Übertragung einer infektiösen Erkrankung, wie zum Beispiel HIV oder Hepatitis, nicht gänzlich ausschließen.

    Bei Verwendung von Gewebe, das nicht vom Menschen, sondern vom Tier stammt, spricht man von heterologen Materialien. Auch hier bestehen ein höheres Abstoßungsrisiko sowie die Gefahr der Übertragung von infektiösen Erkrankungen, wenngleich heutige Herstellungsverfahren eine Infektion durch Viren oder Bakterien fast vollkommen ausschließen.

    Die nichtbiologischen Implantatwerkstoffe unterteilen sich in mineralische Werkstoffe wie Glas oder Keramik, Metalle und Legierungen sowie Kunststoffe oder Naturstoffe. All diese Werkstoffe sind unter dem Begriff alloplastische Materialien zusammengefasst. Ihr Vorteil liegt in der Sterilisierbarkeit und leichten Verarbeitung bei relativ niedrigen Kosten. Außerdem besteht bei allen nichtbiologischen Stoffen eine sehr gute Gewebeverträglichkeit bzw. Biokompatibilität.

    Bezüglich des jeweiligen Verwendungszwecks sind sie individuell zu bewerten. Neben Metallen und Metalllegierungen wurden in der Vergangenheit auch Keramikwerkstoffe sowie Gläser und Glaskeramiken als Implantatwerkstoffe verwendet. Allerdings konnten sich diese aufgrund ihrer niedrigen Bruchzähigkeit und allgemein schlechter mechanischer Eigenschaften nicht durchsetzen.

    Lediglich Keramiken aus Zirconiumdioxid verfügen über eine sehr gute mechanische Festigkeit und hohe Biokompatibilität. Wegen ihrer zahnähnlichen Farben sind sie für die Anwendung im Mundbereich besonders geeignet und bieten eine ästhetische Optik im Bereich des Zahnfleischrandes, da beim Durchtreten des Implantatpfostens keine metallischen Verfärbungen durch das Zahnfleisch sichtbar sind. Keramiken aus Zirconiumdioxid haben sich in der zahnärztlichen Implantologie zwar als Aufbaupfosten für Implantate bewährt, konnten sich jedoch gegen das Titan als weltweit bedeutendsten Implantatwerkstoff nicht durchsetzen.

    Jährlich werden allein in Deutschland ca. 200.000 Zahnimplantate aus Titan der Reinheitsgrade 2 bis 4 hergestellt. Die Implantatkörper sind immer rotationssymmetrisch, egal ob sie schrauben- oder zylinderförmig sind.  

    Zahnarzt Dr. Uwe Peterseim - Friedrich-Ebert-Straße 94 - 34119 Kassel - Tel. 0561-16777 - Fax 0561-7391915 - praxis (at) peterseim-kassel.de